Zeuthener Segler-Verein e. V. Berlin-Wannsee    

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Vereinshistorie

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Am 11. November beschließt die Generalversammlung den Bau eines Vereinshauses in der Eichenallee am Westufer des Zeuthener Sees unter Bereitstellung von 38000 Mark. Am 15. September 1906 bereits findet die feierliche Einweihung statt. Die ZSV-Flotte kann in offenen Wettfahrten allein im Einweihungsjahr 35 Preise gewinnen, davon 17 erste Plätze. Das Vereinshaus bildet einen neuen Mittelpunkt und zieht viele neue Mitglieder an: In knapp 3 Jahren steigt die Zahl der ordentlichen Mitglieder von 92 auf 110, die der Jahresmitglieder von 30 auf 50, die Zahl der Segelboote von 43 auf 70 und die der Motorboote von 9 auf 15.

Nach der Gründung der IYRU 1907 entstehen neue Bootstypen, die mit der „Toni VII“ von August Tobias auch für den ZSV äußerst erfolgreich sowohl auf Binnenrevieren als auch auf See starten. Reinhold Thieme segelt mit seinen „Bambinos“ in der Sonderklasse gegen den Kronprinz und dessen Brüder und gehört hier zur Leistungsspitze. Nach den 22-m²-Jollen entstehen die M-Jollen als 15-m²-Rennjollen.

Die „Tonis“, „Bambinos“ „Preußen“ (unter ihren Eignern A. Tobias und R. Thieme) und die „Johanna“ von Wilhelm Jänicke segeln Jahr für Jahr in Kiel und Travemünde die entscheidenden Regatten mit. Bei internationalen Veranstaltungen der 6-m-R-Klasse in Berlin, Hamburg und auf süddeutschen Revieren werden unter dem ZSV-Stander Erfolge errungen. Der erste Weltkrieg setzt dem so erfolgreichen sportlichen Streben ein jähes Ende: Die Juli-August-Regatten 1914 fanden noch in trüber, unheilschwerer Stimmung statt, dann wurden die meisten der ZSV-Segler als gediente Soldaten zu den Fahnen gerufen.