Zeuthener Segler-Verein e. V. Berlin-Wannsee    

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Vereinshistorie

1884 1905 1920 1930 1940 1947 1953 1960 1980 2005 2010

Bruno Laue hatte den Vereinsvorsitz 1921 von Ernst Bechstein übernommen; 1927 gibt er ihn an Dr. Erich Tobias weiter, dessen Stellvertreter wird Paul Domke. Damit übernimmt eine Reihe jüngerer Männer die verschiedenen Ämter und eine neue Ära beginnt; der Zeuthener See genügt ihrem Vereinssinn nicht mehr. Am Scharmützelsee kauft der ZSV „gegen eine hartnäckige, aber kleine Minderheit“ ein Grundstück in Bad Saarow und beschließt im März 1928 die Errichtung des zweiten Vereinshauses; keine 20 Jahre später sollte er seine beiden Grundstücke für immer verlieren.

Die Jahreshauptversammlung 1936 wählt Dr. Franz Unruh zum neuen Vorsitzenden; außerdem pachtet der Verein von der Gemeinde Miersdorf die stillgelegte Straße zwischen dem Bootsschuppen und dem Siegertplatz, um dort Platz für das Winterlager der Boote zu gewinnen. Vom 21.–23. August ist der ZSV mit der Ausrichtung der Klassenmeisterschaft für die 25-m²-Einheits-Kielkeuzerklasse auf dem Müggelsee durch den Deutschen Segler-Verband betraut worden. 1937 wandelt sich der Zeuthener Tennis-Club e.V. (Z.T.C.) in die Tennisabteilung des Zeuthener Segler-Vereins um. Vor allem an Flautentagen wird Tennis als Ausgleichssport von vielen Seglern lebhaft begrüßt.

Das 55jährige Bestehen stellt 1939 den Höhepunkt des Sportbetriebes dar. 150 Yachten nehmen an der Jubiläumsregatta auf dem Zeuthener See teil. In dieser letzten Segelsaison vor dem Krieg gewinnen die Boote des ZSV in 88 Starts 62 Klassenpreise und 9 Sonderpreise. Kamerad Gohlke gewinnt auf „Frigga“ den Punktpreis der Münchener Woche, den Punktpreis des Seglerheims am Müggelsee sowie endgültig den Curry-Preis. Erich Lohmann erhält mit seinem 25-m²-Einheitskreuzer „Molch“ den Ehrenpreis der Stadt Tutzing.