Zeuthener Segler-Verein e. V. Berlin-Wannsee    

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Vereinshistorie

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Die Aliierten verbieten nun einiges: Versammlungen von „mehr als 6-8 Personen“ und „Namen für Vereine, die an den Osten erinnern“ gehören dazu. Doch der Geist des ZSV ist stärker. Wie zur Vereinsgründung trifft sich ein rundes Dutzend - diesmal jedoch illegal in einer Schenke am Bahnhof Heerstraße - darunter Otto Graefe, Emil Kiefert, Nicolaus Schröder, Willy Hahne, Dr. Schneider und Dr. Unruh. Jetzt sind die Bedingungen ungleich schlechter wie jetzt überall, sportliche Erfolge in einem Ausmaß wie vor dem Krieg wird es aus vielen Gründen nicht mehr geben können.

Vom 21. April 1949 bis zum 9. August 1951 benennt sich der ZSV vorübergehend in „Zyklon-Segler-Vereinigung“ zur Erhaltung des Standers auch unter aliierter Kontrolle um. Nach Lockerung diesbezüglicher Vorschriften kann in der Hardenberghütte der Name „Zeuthener Segler-Verein“ wieder angenommen werden. Auf der Generalversammlung 1951 wird Emil Kiefert zum neuen Vorsitzenden gewählt; am 1. Januar 1952 tritt der ZSV dem wiederentstandenen Deutschen Segler-Verband bei.

Die nächsten 20 Jahre durchlebt der entwurzelte Verein eine Odyssee und wird erst 1970 eine Heimat auf einem Pachtgrundstück am Großen Wannsee finden, wenn auch nicht mehr auf eigenem Grund und Boden. Zunächst finden die wenigen geretteten Boote vor der „Seehütte am Rupenhorn“ nahe der Heerstraßenbrücke am 27. April 1952 zum ersten Ansegeln nach achtjähriger Unterbrechung zusammen. Zum ersten Mal startet hier die aus Vereinsmitteln gekaufte und Ostern auf Lindwerder getaufte O-Jolle „Zeuthen“.