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Vereinshistorie
Der wieder wachsende ZSV muß aus Platzgründen bald zur Lanke-Werft umziehen, wo die Kameraden Reinicke und Twelkmeyer einen Streifen ihres Geländes zur Verfügung stellen, der an das Bootshaus „Blau-Rot“ grenzt. Als die Reinicke-Werft Aufträge zum Bau großer Binnenschiffe erhält, siedelt der Verein dann zu „Blau-Rot“ um. Emil Kiefert gibt 1953 aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz an Dr. Franz Unruh ab, der von 1936 –1945 dem ZSV bereits vorgestanden hatte.
Mit dem Ankauf eines Küken wird des zweiten verlorenen Vereinshauses gedacht: Pfingsten 1953 wird das 5-m²-Boot mit Wasser des gleichnamigen Sees auf den Namen „Scharmützel“ getauft. Die 1918 geborene Brigit Tobias - Enkelin des Vereinsgründers August Tobias - ist jetzt wieder (nach erster Übernahme dieser Funktion 1940) Jugendwart und arbeitet zum Wohle des ZSV über Jahrzehnte. Darüber hinaus ist sie über 30 Jahre engagiertes Mitglied im Landesausschuß für Frauensport des Landessportbundes Berlin. 1992 erhält sie vom Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz am Bande und wird zugleich Ehrenmitglied des Deutschen und auch des Berliner Segler-Verbandes.
Zunächst erblühte jedoch unter ihrer Leitung die Jugendabteilung auf und in Winterkursen unterrichtet Fritz Spengler Theorie. Am 15. Mai 1954 beschließt der ZSV, eine FD-Jolle zur Regattaförderung in Auftrag zu geben. Diesem folgt zwei Jahre später ein Pirat, der auf „Onkel Tobs“ getauft wird als Andenken an den Vereinsmitbegründer. Überhaupt kennzeichnen Traditionsbewusstsein und Kontinuität wieder den Verein. Ab 1955 segelt in unserem Verein z.B. Axel Köhler Piratenausscheidungen mit und noch heute besitzt er – 50 Jahre später – sein Kielboot im Hafen des ZSV.
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